Königreich Württemberg, Orden der Königlichen Württembergischen Krone, Ritterkreuz, gestiftet und verliehen ab 1870 als „Ritterkreuz 2. Klasse“, bzw. von 1886 bis 1916 als „Ritterkreuz“.
Frühes Exemplar aus Fertigung des Hofjuweliers Friedrich Steinam oder dessen Bruders und Nachfolgers Emil Steinam, beide Stuttgart, die solche Ordenskreuze von der Stiftung dieser Klasse im Jahre 1870 bis 1886 fertigten. Gold, vielteilig gearbeitet und emailliert, die Medaillons mehrteilig gefertigt und aufgelegt sowie die Agraffe feinst nachgearbeitet. An länglichem, für die württembergischen Ritterkreuze typischen Sprungring.
Die weiße Emaille des Rückseitenmedaillons etwas rissig. Hiervon abgesehen gute, nur wenig getragene und unbeschädigte Erhaltung. Mit der Rückseite nach vorne an einem dreieckig konfektionierten Band, dieses mit einem mit Schreibmaschine beschriebenen Etikett „Wttbg. / 1“, das dieses Exemplar als aus der Sammlung derer Hesse Edle von Hessenthal stammend kennzeichnet.
Der Orden der Königlichen Württembergischen Krone wurde durch König Wilhelm I. am 23. September 1818 als Haus- und Verdienstorden in ursprünglich drei Klassen – Großkreuz, Komturkreuz, Ritterkreuz – gestiftet und ersetzte den bisherigen Civil-Verdienst-Orden sowie den Orden des Goldenen Adlers. In den Jahren 1864, 1870, 1886, 1889 und 1892 wurde er verändert bzw. erweitert. In dieser jüngeren Ritterklasse erfolgten, unter wechselnden Bezeichnungen, insgesamt 2108 Verleihungen, davon lediglich etwas mehr als 500 in dem Zeitraum, in dem Steinam lieferte. Wegen der strengen Rückgabepflicht sind diese frühen Exemplare heute besonders selten.
Literatur: Klein, Ulrich und Raff, Albert: Die Württembergischen Medaillen von 1864–1933 (einschließlich der Orden und Ehrenzeichen). Stuttgart 2010. Vgl. S. 404/405 u. S. 418–451.
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